Preisträger 2004
Sieger 2004
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© Solitem
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1. Preis: Solitem GmbH, Aachen (D)
Mit der Sonne hocheffizient kühlen ist das Thema des diesjährigen Preisträgers. Die Sonne liefert Wärme für den Betrieb einer Adsorptionskältemaschine. Bislang sind derartige Anlagen nicht besonders effizient, da die Wärme aus herkömmlichen Flachkollektoren nicht ausreicht um effiziente Kühlmaschinen zu betreiben. Die notwendige hochcalorische Wärme von etwa 180° Celsius zum Betrieb von zweistufigen Kälteanlagen, die etwa um den Faktor 2 effizienter sind, liefert die mit dem R.I.O. Innovationspreis ausgezeichnete Technik des Parabolrinnen-Kollektors. Die Innovation besteht darin, den prinzipiell von Solar-Großkraftwerken bekannten Kollektortyp in seinen Dimensionen zu verkleinern und so zu vereinfachen, dass er wirtschaftlich betrieben werden kann.
Das erste kommerziell eingesetzte Kollektorfeld wird im TUI-Hotel Sarigerme-Park in der südlichen Türkei betrieben, wo neben der Klimaanlage des Hotels auch deren Wäscherei mit Dampf versorgt wiird und das Schwimmbad in der kühleren Jahreszeit geheizt wird.
Anerkennungen 2004
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Berleburger Schaumstoffwerk GmbH, Bad Berleburg (D)
Die Berleburger Schaumstoffwerke sind Recycling-Experten. Beispielsweise sind sie weltgrößter Verarbeiter von Gummigranulaten aus der Reifenverwertung für die Produktion von Sportstättenböden.
Die Anerkennung wird für das Produkt Regupol Everroll Wood ausgesprochen, ein neuer Bodenbelag, der zu 95% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Davon ist der größte Teil granuliertes Restholz, der Rest ist Latex, das aus Matzrazenrecycling gewonnen wird. Derzeit wird durch eine kleine Veränderung an der Rezeptur ein gebogener Holzwerkstoff hergestellt, der in der Möbelindustrie völlig neue Gesrtaltungsmöglichkeiten eröffnet.
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Eder Werbematten GmbH, Luftenberg/Linz (A)
Eder Matten verkauft kein Produkt, sondern die Dienstleistung: Ein sauberes Entreé. Dazu werden dem Kunden Schmutzmatten geliefert und in einem ausgeklügelten Verfahren gepflegt: Jede Matte hat einen Chip, der sie in der Wäscherei eindeutig identifiziert. Damit kann sie optimal schonend gereinigt werden. Die Matten halten so viel länger, als sie bei einer wenig fachmännischen Reinigung durch den Besitzer durchhalten würden. Die Reinigung selbst ist natürlich ebenso ressourcenschonend.
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- © eStop
eStop GmbH, Grafrath (D)
Eine neue Ressourcen schonende Bremstechnik war schon lange fällig. Elektronische Fahrassistenzsysteme verlangen nach einer elektronischen Steuerung der Bremse. Mit herkömmlicher Hydraulik ordentlicher Aufwand: Hydraulik, Pumpen, Bremsflüssigkeit. eStop bremst elektrisch, und dazu noch höchst intelligent: Die Kraft, die benötigt wird, um die Bremsbacken auf die Scheibe zu pressen, kommt aus der Bewegung des Autos selbst. Dadurch benötigt die Bremse nur einen Bruchteil der Energie konventioneller Systeme. Eine Bremse also für die leichten Faktor 4 Fahrzeuge der Zukunft.
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IBU Ingenieurbüro für Umwelttechnik und Energiemanagement GmbH & Co. KG, Münzenberg (D)
Nicht nur der deutsche Ingenieur hat’s gerne ein wenig stärker - euphemistisch bezeichnet als Leistungsreserve. In Wahrheit der Unwille oder die Unfähigkeit zur präzisen Dimensionierung von Motoren. Denn zu starke Motoren brauchen zu viel Strom. Schätzungen gehen davon aus, dass 50% des gesamten Stromverbrauchs auf das Konto industrieller Elektromotoren geht. Der mit der Anerkennung ausgezeichnete Powerboss ist ein Motoren-Erzieher. Er gewöhnt den Elektromotoren das „Saufen“ ab, in dem er ihnen systematisch den Strom abdreht und misst, wie sich das auf die Drehzahl auswirkt. Wenn er den Motor analysiert hat, beginnt er ihn zu erziehen: Er gibt ihm nur soviel Strom, wie die Situation erfordert. Einsparungen in der Stromrechnung von 10% sind meist drin, oft sogar über 20%
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- © g29
Linn High-Therm GmbH, Eschenfelde (D)
Die Hälfte des europaweit verspeisten Reises ist Schnellkochreis. Kochbeutelreis, Parboiled Reis, oder wie er sonst genannt wird. Die Kochdauer wird so von 30 Minuten auf 3-10 Minuten verkürzt. Dafür ist ein wahrer Kraftakt nötig: Der Reis wird mehrere Stunden in Trinkwasser gewässert, mit Dampf vorgegart und anschließend wieder getrocknet und abgefüllt. Eine riesige Menge Energie wird dabei verbraucht: 5.070 kWh/Tonne Reis. In nachvollziehbaren Einheiten: Etwa 500 Liter Öl oder 500m³ Gas. Pro Kilo Reis klebt ein halber Liter Öl drin! Die neue “ausgezeichnete” Innovation: Der Reis wird trocken wie er ist, in Beutel abgefüllt. Obwohl er trocken ist, hat er eine Restfeuchte von ein paar Prozent. Anschließend werden diese Beutel in der Mikrowelle erhitzt. Die Restfeuchte erzeugt in dem abgeschlossenen Beutel eine garende Dampfatmosphäre, der Reis wird vorgegart. Anschließend braucht der Reis in seinem Beutel nur noch abkühlen. Dazu reicht die Förderstrecke vom Mikrowellenofen bis zur Verpackungsstation. Das Resultat: Ein Faktor 30 Schnellkochreis, denn es ist nur ein 30stel an Energie zum Vorgaren nötig.
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Puron AG, Aachen (D)
Bis 2015 soll sich die Zahl der Menschen weltweit ohne Zugang zu sauberem Wasser halbiert haben. Das steht in den Millenium Goals, die von allen Staaten der Welt verabschiedetet wurden. Dazu braucht es viel Technologie. Die möglichst einfach und effizient zu gestalten, ist Puron gelungen. Ihre Filter-Makkaroni filtern sauberes Trinkwasser noch aus der schmutzigsten Brühe. Weder Bakterien, Viren noch Schmutzpartikel passen durch die Poren dieser Membranröhrchen hindurch. In der Röhrenform liegt der Clou: Die Schwierigkeit bei Membranfiltern ist die Verschmutzung der Filter an ihrer Außenseite. Dort lagert sich der ganze Dreck ab, der nicht durch die Poren passt. Die Reinigung ist schwierig, zeit- und energieaufwändig. Nicht so bei Purons Filter Makkaroni: Sie stehen im Wasser wie Seegras. In Intervallen werden sie kräftig durchgeschüttelt und der Dreck fällt von ihrer Oberfläche ab. Die Bewegung wird durch Luft verursacht, die an der Basis der Röhrchen herausgepumpt wird. Gleichzeitig wird der Wasserstrom umgekehrt. Eine kleine Menge sauberes Wasser wird von innen nach außen gedrückt und beseitigt so die letzten Schmutzreste aus den Poren. Einfach und effizient!
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Tigerwerk GmbH & Co. KG, Wels (A)
Pulverbeschichtungen sind die bessere Lackierung. Dies ist seit langer Zeit bekannt. Wenn Metall “lackiert” werden soll, wird es daher meist pulvverbeschichtet. Das funktioniert so: Das Metall zieht das elektrostatisch geladene Pulver an, damit wird es gleichmäßig von einer Pulverschicht bedeckt. Anschließend wird es erhitzt, das Pulver schmilzt und fertig ist die haltbare und umweltfreundliche Schutzschicht. Tiger hat diese Technik auch für Holzwerkstoffe anwendbar gemacht. Das Erhitzen entfällt, da die Pulverlacke durch UV-Licht aushärten, die für die Beschichtung notwendigfe elektrische Leitfähigkeit des Holzes kann durch einen Zusatz in der Rezeptur des Holzwerkstoffes, meist MDF erreicht werden. Damit lassen sich Möbelstücke einfach und umweltfreundlich beschichten.
